Ernährung

Die Ernährung hat bei uns Menschen als auch bei unseren Hunden eine entscheidende Bedeutung für die Gesundheit und das Wohlbefinden. 
Es heißt nicht umsonst "Man ist, was man isst".   

 

Aus diesem Grund habe ich angefangen mich über die Inhaltstoffe, Zusammensetzung und Verarbeitung von industriellem Hundefutter zu informieren. Dabei kam ich zu dem Schluss, dass die meisten Sorten auf Getreide basieren. Der Fleischanteil beträgt fast überall nur 4%. Dazu kommt noch die undurchsichtige Deklaration. Was z.B. alles unter dem Begriff "tierische Nebenerzeugnisse" zu verstehen ist, ließ mich erschrecken.
Dann werden all diese Zutaten zermahlen, mit Lockstoffen versetzt, erhitzt und unter Druck zu Kügelchen geformt.
Glaubt man der Werbung ist dies das beste und einzig notwendige Futter für einen Hund.

Aber wie ernähren sich Wildhunde und Wölfe? Auch unsere Haushunde sind nach wie vor Beutetierfresser. Sie haben ein Raubtiergebiss und ihr Verdauungstrakt ist auf rohes Fleisch, Innereien und Knochen eingestellt. Der Bedarf an pflanzlichen Nahrungsbestandteilen, welche wildlebende Raubtiere in Form von Mageninhalt aufnehmen, wird durch die Fütterung von grünem Pansen und püriertem Obst und Gemüse gedeckt.
Für diese Art der Fütterung wird auch der Begriff B.A.R.F. verwendet was für "Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung" steht.

Nach der Umstellung auf Rohfütterung haben sich bei unseren Hunden viele positive Veränderungen bemerkbar gemacht. Zuerst war zu sehen, wie gut sie das Futter verwerten. Die Kotmenge war viel geringer. Dann verschwand der unangenehme Maul-und Körpergeruch. Zähne putzen erübrigt sich jetzt, da Zahnstein keine Chance hat. Blähungen gehören nun zum Glück auch der Vergangenheit an.
Starke Veränderungen habe ich auch beim Fell bemerkt. Netty war sonst nach dem Trimmen immer fast nackt. Sie hatte ein ziemlich dünnes Unterfell. Wenn ich sie jetzt trimme, dann hat sie ein dickes, samtiges Unterfell und das nachwachsende Drahthaar ist härter, kräftiger und viel glänzender als es sonst war.
Nach Erfahrungsberichten von Züchtern hat sich diese Fütterung auch in der Zucht bestens bewährt. 
Auch unser A-Wurf ist mit Rohfütterung großgeworden. Die Welpen haben sich prächtig entwickelt.

Es gibt mittlerweile ziemlich unterschiedliche Arten zu barfen. Mit Getreide oder ohne Getreide, Kartoffeln als Sattmacher, Fleisch roh und Gemüse gedünstet?

Ich füttere alles, was die Hunde fressen dürfen roh. Was sie roh nicht fressen dürfen (Kartoffeln, Getreide, grüne Bohnen und einige andere Gemüsesorten) das bekommen sie gar nicht. Der pflanzliche Anteil, der aus vielen unterschiedlichen Obst- und Gemüsesorten besteht, wird in der Küchenmaschine sehr fein püriert um dem Hundedarm die Verwertung dieser Nahrung zu ermöglichen.

Aktualisierung: Die letzten drei Sätze muss ich mittlerweile revidieren. Bei Netty hat sich die kohlehydratfreie Ernährung insofern negativ ausgewirkt, dass sie Hautschuppen bekam. Das lag daran, dass es Hunde gibt die mit der Verstoffwechselung von größeren Eiweißmengen Probleme haben. Meistens zeigen sich dann Veränderungen an Haut und Fell.
Darum habe ich begonnen einen Teil der Fleischmenge durch gekochte Kartoffeln, Nudeln oder Reis zu ersetzen. Netty mag es sehr gerne und nach ca. einer Woche waren die Schuppen verschwunden.
Dies ist ein schönes Beispiel, wie man mit der selbst zusammengestellten Frischfütterung auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Hundes eingehen

Hier eine kleine Zusammenstellung der von mir verfütterten Nahrungsmittel:

 Fleischsorten: Rindfleisch (z.B. Maulfleisch, Schlundfleisch, Herz, Lunge, Pansen, Blättermagen), Kaninchenfleisch, Geflügelfleisch, Fisch - Wichtig - Schweinefleisch kann den Erreger der für Hunde tödlich verlaufenden Aujetzkischen Krankheit enthalten, deshalb darf es niemals roh verfüttert werden!

 Knochen und Knorpel: Rinderkehlköpfe, Hühnerhälse, Hühnerklein

 Gemüse: Möhren, Gurken, Blattsalate, Kohlrabi (auch das Blatt), Blumenkohl, Zuccini, Sellerie, Rote Beete, Schwarzwurzel

 Obst: Äpfel, Birnen, Bananen, Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Melone

 Kräuter: Löwenzahnblätter, Brennnesselspitzen, Giersch, Petersilie, Vogelmiere

 sonstige Nahrungsmittel: Eier, Hüttenkäse, Buttermilch, Joghurt

 Öle und Zusätze: Raps,- Diestel,- Lachsöl, kaltgepresst (zur besseren Aufnahme der fettlöslichen Vitamine); gemahlene Eierschalen (zur Kalziumversorgung)

 Was man gar nicht füttern darf: Avocado, rohe grüne Bohnen

Unter "Links" finden sie interessante Internetseiten zu diesem Thema.

Texte und Bilder auf dieser Homepage unterliegen dem Copyright by Diana Bruhn

                                                                                                    

 

 

 

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