Rasseportrait

Der Ursprung dieser Hunderasse liegt in England. Dort waren kleine flinke Hunde in mehreren Landschlägen verbreitet. Sie wurden als nützliche Ratten- und Mäusefänger gehalten. Man erkannte bald ihre Eignung für die Fuchsjagd und begann die gewünschten Eigenschaften durch gezielte Zuchtwahl heraus zu züchten. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Foxterrierzucht organisiert und die ersten Hunde kamen aus dem Ursprungsland nach Deutschland. Auch hier begann nun die planmäßige Zucht des Foxterriers.

Es gibt den Foxterrier in zwei Haararten. Dem Drahthaar und dem Glatthaar. Der drahthaarige ist sicher der bekanntere von beiden. Zu Beginn der planmäßigen Foxterrierzucht erreichten die damaligen Züchter bald eine Vereinheitlichung des äußeren Erscheinungsbildes. Die Köpfe wurden länger und ausdrucksvoll, die Rücken kürzer und der Rutenansatz höher. Der Foxterrier wurde äußerlich eleganter. Das machte ihn zum beliebten Ausstellungshund. Besonders der Drahthaar Foxterrier erlangte sicher auch durch sein keckes und gleichzeitig niedliches Aussehen eine hohe Popularität. Er hielt zu Beginn bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts Einzug in Werbung und Film. Viele Prominente hielten einen Foxl, er wurde der Modehund. Bedingt durch die große Nachfrage stieg natürlich die Zahl der Züchter und die Zuchtauswahl wurde nicht sorgfältig genung betrieben so dass auch Hunde mit Mängeln wie Aggressivität oder anderen Wesensschwächen in die Zucht kamen. Dadurch erhielt der Foxterrier seinen Ruf als unerziehbarer, rauflustiger "Hackenbeißer". So einen Hund wollte dann niemand mehr und die Mode wandte sich in den 50er Jahren "bequemeren" Rassen wie dem Pudel, zu.
 

Durch die folgende strenge Zuchtauswahl gelang es den passionierten Züchtern, die Rasse weitestgehend von den negativen Folgen der Massenzucht zu befreien.
Der Foxterrier ist unter den Rassehunden einer der gesündesten. Seine Anatomie weist meist keine Extreme auf. Man sollte aber unbedingt darauf achten, dass das auch so bleibt! Der Foxterrier als Ausstellungsobjekt birgt die Gefahr für extrem ausgeprägte Körpermerkmale wie extrem lange Köpfe und Hälse und dazu sehr kurze Rücken. Auch die Länge mancher Oberschenkel ist schon übertrieben. Leider bringt die Jagd auf Pokale in der Rassehundezucht fast immer solche negativen Begleiterscheinungen mit sich.
Die Disposition für erblich bedingte Krankheiten ist beim Foxterrier ebenfalls gering. Es gibt kein gehäuftes Auftreten von Erbkrankheiten.

 

Foxterrier sind intelligente und lernwillige Hunde, die auch geistig ausgelastet sein wollen.
Für Agility und Dogdancing ist ein Foxterrier ideal geeignet und mit Freude und Ausdauer dabei. Auch Tricks lernt ein Fox gerne und schnell.
Allerdings darf man keinen Kadavergehorsam erwarten. Dazu ist ein Foxterrier zu eigenständig. Das ist in seinen Genen verankert, immerhin muss er als Bauhund in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen. Mit der richtigen Motivation ist er jedoch gerne bereit mit seinem Menschen zusammen zu arbeiten. Der Foxterrier ist ein aktiver und arbeitsfreudiger Hund der am besten über positive Motivation und Spass lernt.
Dank seiner Aufmerksamkeit ist er ein sehr guter Wächter. Für Kinder ist er ein unermüdlicher Spielkamerad.

Ein Foxterrier sollte liebevoll aber konsequent erzogen werden. Härte macht ihn nur stur und zerstört das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Hund. Natürlich ist jeder Foxterrier individuell, so gibt es ruhigere und temperamentvollere Hunde unter ihnen.

 


So schön kann Netty ganz ohne Leine posieren

 

 Rassestandart
FCI-Standart Nr. 169 / 28.11.2003 /D

   Kurzfassung

Aktiv und lebhaft; freundlich, aufgeschlossen und furchtlos.
Er steht bei kurzem Rücken über viel Boden. Langer, schmaler Kopf, kleine dunkle Augen mit lebhaftem Ausdruck. Kleine V-förmige Ohren, nach vorn geklappt und anliegend getragen. Langer Hals, kurzer fester Rücken, hoch angesetzte aufrecht getragene Rute. Schmale Front, tiefe Brust, muskulöse und gut gewinkelte Hinterhand.
Freies und raumgreifendes Gangwerk.
Farbe vorherrschend weiß, mit schwarzen und/oder lohfarbenen Abzeichen.
Größe/Gewicht bei Rüden ca. 39cm/8,5kg, Hündinnen etwas kleiner und leichter.

 

 

 

Texte und Bilder unterliegen dem Copyright by Diana Bruhn
 

 

 

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